Roulette Dutzende und Kolonnen: Abdeckung, Risiko und das Spiel mit Wahrscheinlichkeiten
Von Tobias Lehmann · Aktualisiert am
Die Welt des Roulettes ist faszinierend und voller strategischer Möglichkeiten. Während viele Spieler von den klassischen Rot/Schwarz- oder Gerade/Ungerade-Wet tingen träumen, bieten die **Dutzende und Kolonnen beim Roulette** eine interessante Alternative, um das Spielgeschehen zu beeinflussen und potenziell Gewinne zu optimieren. Doch was verbirgt sich hinter diesen besonderen Wettarten, wie beeinflussen sie die Abdeckung des Tisches und welches Risiko ist damit verbunden? Tauchen wir tief in die Materie ein, um die optimalen Einsatzstrategien zu verstehen und die Funktionsweise dieses faszinierenden Spiels voll zu durchdringen. Die Antwort auf die Frage, wie man das Risiko minimiert und die Gewinnchancen erhöht, liegt oft in der intelligenten Nutzung dieser Wet tingen.
Was sind Dutzende und Kolonnen beim Roulette?
Grundsätzlich teilen Dutzende und Kolonnen das Rouletterad in spezifische Sektoren ein, die weit über die einzelnen Zahlen hinausgehen. Ein Roulettetisch mit 37 oder 38 Zahlen (je nach Variante: europäisch mit Null oder amerikanisch mit Doppelnull) ist in einem Raster angeordnet. Dieses Raster ist die Grundlage für die Kolonnen-Wette. Drei nebeneinanderliegende Spalten mit jeweils 12 Zahlen bilden die drei Kolonnen. Eine Wette auf eine dieser Kolonnen gewinnt, wenn die Kugel auf einer der 12 darin enthaltenen Zahlen landet. Die Dutzend-Wette ist ähnlich konzipiert, teilt aber die 36 Zahlen (ohne Null) in drei Gruppen zu je 12 Zahlen auf: die erste Gruppe (1-12), die zweite (13-24) und die dritte (25-36).
Der entscheidende Unterschied liegt in der geografischen Anordnung auf dem Tisch. Während die Kolonnen vertikal angeordnet sind, beziehen sich die Dutzende auf horizontale Blöcke. Beide Wettarten decken zwar jeweils 12 Zahlen ab und bieten somit die gleiche Anzahl an Glückszahlen, die Struktur und die damit verbundenen mathematischen Eigenschaften sind jedoch von Bedeutung. Die Auswahl zwischen diesen beiden Wettarten hängt oft von persönlichen Präferenzen und der angestrebten Risikobereitschaft ab, da beide mit einem ähnlichen Auszahlungsschlüssel von 2:1 operieren.
Die Null (und die Doppelnull im amerikanischen Roulette) ist bei diesen Wet tingen nicht enthalten. Das bedeutet, dass bei einem Einsatz auf eine Kolonne oder ein Dutzend die Null (oder Doppelnull) zum Verlust führt. Dies ist ein wichtiger Faktor, der das Hausvorteil (den mathematischen Vorteil des Casinos) begründet. Das Verständnis dieses Zusammenspiels ist entscheidend für jeden ernsthaften Roulette-Spieler, der seine Strategie optimieren möchte.
Systemübersicht: Abdeckung und Wahrscheinlichkeiten
Wenn Sie auf ein Dutzend (z.B. die Zahlen 1-12) oder eine Kolonne setzen, platzieren Sie Ihre Chips auf einem Feld, das 12 von 37 (im europäischen Roulette) oder 38 (im amerikanischen Roulette) möglichen Zahlen abdeckt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre gewählte Kolonne oder Ihr Dutzend gewinnt, beträgt somit bei europäischem Roulette 12/37 und bei amerikanischem Roulette 12/38. Dies entspricht einer Gewinnchance von etwa 32,43 % bzw. 31,58 %.
Zum Vergleich: Eine einzelne Zahl hat eine Gewinnchance von nur 1/37 (ca. 2,7 %) bzw. 1/38 (ca. 2,63 %). Wet tingen auf Dutzende und Kolonnen bieten also eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit, einen Gewinn zu erzielen, allerdings auch eine geringere Auszahlung: Sie gewinnen das Zweifache Ihres Einsatzes (2:1). Bei einem Einsatz von 10 Euro und einem Gewinn erhalten Sie 20 Euro ausbezahlt, insgesamt also 30 Euro zurück (Ihr ursprünglicher Einsatz plus der Gewinn). Dies steht im Kontrast zu einer einzelnen Zahl, bei der die Auszahlung 35:1 beträgt.
Betrachten wir ein konkretes Beispiel zur Veranschaulichung des Risikos und der Abdeckung. Angenommen, Sie entscheiden sich, auf die erste Kolonne zu setzen, die die Zahlen 1, 4, 7, 10, 13, 16, 19, 22, 25, 28, 31 und 34 abdeckt. Ihr Einsatz beträgt 10 Euro. Fällt die Kugel nun auf eine dieser 12 Zahlen, gewinnen Sie 20 Euro. Landet sie jedoch auf einer der verbleibenden 25 Zahlen (oder auf der 0/00), verlieren Sie Ihren Einsatz. Wenn Sie jedoch mit Dutzende und Kolonnen beim Roulette und deren Abdeckung experimentieren möchten, um Ihre Spielstrategie zu erweitern, ist dies eine fundierte Grundlage.
Wie funktioniert die Abdeckung mit Dutzenden und Kolonnen?
Die Strategie der Abdeckung, bei der mehrere Wet tingen gleichzeitig platziert werden, um einen größeren Teil des Roulettetisches abzudecken, ist ein Kernstück vieler Roulette-Systeme. Durch die Kombination von Wet tingen auf Dutzende und Kolonnen lassen sich theoretisch große Bereiche des Tisches absichern und die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns in einer Runde erhöhen. Beispielsweise könnten Sie auf die erste Kolonne und das zweite Dutzend setzen. Dies würde die Zahlen 1, 4, …, 34 (Kolonne 1) und 13, 14, …, 24 (Dutzend 2) abdecken.
Hierbei ist es essenziell, die sich überschneidenden Zahlen zu beachten. Die Zahlen 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24 sind sowohl Teil der ersten Kolonne als auch des zweiten Dutzends. Wenn Sie also beide Wet tingen platzieren, decken Sie effektiv mehr als 24 einzelne Zahlen ab, da eine Zahl doppelt gezählt wird, wenn sie in beiden Wet tingen vorkommt. Das genaue Ergebnis hängt von den gewählten Feldern ab. Die Gesamtzahl der abgedeckten Felder ergibt sich aus der Summe der Einzelwet tingen abzüglich der Anzahl der doppelt abgedeckten Zahlen. Dies kann eine interessante Methode sein, um sich gegen unwahrscheinlichere Ergebnisse abzusichern.
Ein Beispiel für eine solche Abdeckungsstrategie wäre, die erste und zweite Kolonne zu wet ten und zusätzlich das dritte Dutzend abzudecken. Dies würde die folgenden Zahlen abdecken: Kolonne 1 (12 Zahlen), Kolonne 2 (12 Zahlen), Dutzend 3 (25-36). Hierbei gibt es keine Überschneidungen zwischen den Kolonnen und dem dritten Dutzend, da die Kolonnen 1 und 2 nur die ersten beiden Drittel des Tisches abdecken. Das dritte Dutzend beginnt bei 25. Die Gesamtzahl der abgedeckten Zahlen wäre also 12 + 12 + 12 = 36. Dies würde im europäischen Roulette fast alle Zahlen umfassen – die einzige Gefahr wäre die Null. Mit dieser Methode maximieren Sie Ihre Gewinnchance auf etwa 97,3 % (im europäischen Roulette).
Risikosteuerung und Auszahlungen
Bei Wet tingen auf Dutzende und Kolonnen ist die Auszahlung fixer 2:1. Das bedeutet, dass Sie Ihren Einsatz verdoppeln. Wenn Sie beispielsweise 10 Euro auf eine Kolonne setzen und gewinnen, erhalten Sie 30 Euro zurück (10 Euro Einsatz + 20 Euro Gewinn). Dieses Verhältnis ist mathematisch so konzipiert, dass es dem Casino einen nachhaltigen Hausvorteil sichert, selbst bei einer hohen Abdeckung.
Der Hausvorteil resultiert primär aus dem Vorhandensein der Null (und der Doppelnull). Ohne die Null wären Wet tingen auf Dutzende und Kolonnen mit einer Abdeckung von 36 Zahlen fair, das heißt, das Casino hätte keinen Vorteil. Die 12 Zahlen und die Auszahlung von 2:1 führen zu einer durchschnittlichen Auszahlungsquote von etwa 97,3 % für den Spieler im europäischen Roulette (12/37 * 2 + 25/37 * 0 = 0.6486… für 10 Euro Einsatz, was 6,48 Euro Gewinn bedeutet, aber bei 10 Euro Einsatz und 20 Euro Gewinn sind es 30 zurück. Das ist 20/30 = 2/3 des Einsatzes). Der Hausvorteil beträgt somit 2,7 %.
Wenn Sie Ihre Wet tingen strategisch platzieren, um beispielsweise drei Kolonnen abzudecken (was theoretisch alle Zahlen außer der Null abdecken würde), und Sie auf jede Kolonne 10 Euro setzen (Gesamteinsatz 30 Euro), gewinnen Sie bei einer Zahl, die in einer Ihrer Wet tingen landet, 20 Euro. Nach Abzug Ihres Einsatzes bleibt ein Nettogewinn von -10 Euro. Sollte die Null fallen, verlieren Sie die gesamten 30 Euro. Dies illustriert, dass eine reine Abdeckung, die nicht die Null berücksichtigt, riskant bleibt. Es geht darum, das Risiko zu managen, nicht darum, es komplett zu eliminieren.
Strategisches Spiel mit Dutzenden und Kolonnen
Die strategische Anwendung von Dutzenden und Kolonnen im Roulette ist vielfältig. Einige Spieler bevorzugen es, sich auf eine oder zwei dieser Wet tingen zu konzentrieren, um ihr Risiko zu streuen und dennoch eine akzeptable Gewinnchance zu haben. Andere kombinieren sie mit ‘Chancenwet tingen’ (wie Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, Hoch/Niedrig), um die Abdeckung des Tisches zu erhöhen und die Wahrscheinlichkeit, zumindest einen Teil des Einsatzes zurückzugewinnen, zu steigern.
Ein beliebter Ansatz ist beispielsweise, die erste und zweite Kolonne abzudecken. Dies bedeutet, dass Sie 20 Euro auf zwei Kolonnen setzen. Gewinnt eine davon, erhalten Sie 20 Euro ausbezahlt (Ihr Einsatz verdoppelt sich, wodurch Sie Ihren ursprünglichen Einsatz zurückerhalten). Das bedeutet, Sie spielen quasi “umsonst” was die eigentliche Gewinnchance angeht, aber wenn Sie auf beideKolonnen setzen, haben Sie einen Nettogewinn von 20 Euro und Ihren Einsatz von 20 Euro zurück. Gewinnt die dritte Kolonne, verlieren Sie Ihren Einsatz. Fällt die Null, verlieren Sie den gesamten Einsatz.
Eine weitere fortgeschrittene Strategie, die auf der Abdeckung basiert, könnte die Kombination der ersten beiden Kolonnen mit einer Wette auf die Zahlen 1 bis 12 sein. Hierbei sind die Zahlen 13 bis 24 doppelt abgedeckt. Wenn eine Zahl aus der ersten oder zweiten Kolonne kommt, gewinnen Sie 20 Euro. Wenn eine Zahl des ersten Dutzends kommt (die bereits in Kolonne 1 enthalten ist), gewinnen Sie ebenfalls 20 Euro. Es ist wichtig, die Auszahlungen genau zu kalkulieren. Wenn Sie auf Kolonne 1 (10€), Kolonne 2 (10€) und Dutzend 1 (10€) setzen, haben Sie 30€ im Spiel. Trifft die Kugel eine Zahl, die in mehr als einer Wette vorkommt (z.B. 7, die in Kolonne 1 ist), erhalten Sie 20€ + 20€ = 40€ ausbezahlt. Dies ist mehr als Ihr Gesamteinsatz von 30€, was zu einem Nettogewinn von 10€ führt.
Worked Example: Die Martingale-Variation mit Kolonnen
Lassen Sie uns ein konkretes Szenario durchspielen, um die Anwendung von Dutzenden und Kolonnen in einer Strategie zu verdeutlichen. Wir verwenden hier eine modifizierte Martingale-Strategie, die auf einer Kolonne basiert, um das Risiko zu steuern und die Gewinne zu maximieren.
Situation: Sie möchten eine Kolonne spielen und haben einen anfänglichen Einsatz von 5 Euro festgesetzt. Ihre Strategie ist: Wenn Sie verlieren, verdoppeln Sie Ihren Einsatz auf die gleiche Kolonne in der nächsten Runde. Gewinnen Sie, kehren Sie zum anfänglichen Einsatz von 5 Euro zurück.
Szenario 1:
- Runde 1: Einsatz 5 Euro auf Kolonne 1. Ergebnis: Kugel landet auf 3. Kolonne 1 ist verloren. Sie verlieren 5 Euro. Ihr aktueller Verlust: 5 Euro.
- Runde 2: Einsatz 10 Euro (verdoppelt) auf Kolonne 1. Ergebnis: Kugel landet auf 10. Kolonne 1 gewinnt. Sie erhalten 10 Euro Einsatz + 20 Euro Gewinn = 30 Euro zurück. Nach Abzug des Einsatzes von Runde 1 haben Sie: 30 Euro – 5 Euro (Runde 1) – 10 Euro (Runde 2 Einsatz) = 15 Euro Gewinn erzielt. Sie haben Ihren Verlust ausgeglichen und einen Gewinn von 15 Euro gemacht.
Szenario 2:
- Runde 1: Einsatz 5 Euro auf Kolonne 1. Ergebnis: Kugel landet auf 7. Kolonne 1 gewinnt. Sie erhalten 5 Euro Einsatz + 10 Euro Gewinn = 15 Euro zurück. Netto: 10 Euro Gewinn. Sie kehren zum anfänglichen Einsatz zurück.
- Runde 2: Einsatz 5 Euro auf Kolonne 1. Ergebnis: Kugel landet auf 28. Kolonne 1 ist verloren. Sie verlieren 5 Euro. Ihr aktueller Verlust: 5 Euro (aus Runde 2, da Runde 1 Gewinn bereits realisiert).
- Runde 3: Einsatz 10 Euro (verdoppelt) auf Kolonne 1. Ergebnis: Kugel landet auf 19. Kolonne 1 gewinnt. Sie erhalten 10 Euro Einsatz + 20 Euro Gewinn = 30 Euro zurück. Gesamteinsatz dieser Serie: 5€ (Runde 1) + 5€ (Runde 2) + 10€ (Runde 3) = 20€. Der Gewinn aus Runde 3 beträgt 20 Euro. Der Verlust aus Runde 2 beträgt 5 Euro. Gesamtergebnis der Serie: (15€ zurück aus Runde 1) + (30€ zurück aus Runde 3) – (5€ Einsatz Runde 1 + 5€ Einsatz Runde 2 + 10€ Einsatz Runde 3) = 45€ – 20€ = 25€. Sie haben also insgesamt 25 Euro Gewinn gemacht, nachdem Sie Ihre Einsätze wieder auf das anfängliche Niveau zurückgesetzt haben.
Diese Strategie mag plausibel klingen, birgt aber das Risiko, dass eine längere Pechsträhne zu sehr hohen Einsätzen führt, die das Budget sprengen oder den Tischlimit überschreiten können. Die Wahrscheinlichkeit, 3-4 Mal hintereinander zu verlieren, ist zwar geringer als bei einzelnen Zahlen, aber nicht null. Die Dutzende und Kolonnen beim Roulette bieten hier also eine kalkulierbarere Basis für solche Systeme als viele andere Wet tingen, da die höhere Gewinnwahrscheinlichkeit eine solche Serie verkraftbarer macht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Dutzenden und Kolonnen?
Beide Wettarten decken jeweils 12 Zahlen ab und zahlen im Verhältnis 2:1 aus. Der Unterschied liegt in der Anordnung auf dem Roulettetisch: Kolonnen sind vertikale Reihen von je 12 Zahlen, während Dutzende horizontale Blöcke von 12 Zahlen darstellen (1-12, 13-24, 25-36). Beide Wet tingen schließen die Null aus.
Wie hoch ist die Gewinnwahrscheinlichkeit bei Dutzenden oder Kolonnen?
Im europäischen Roulette (mit einer Null) liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit für eine einzelne Kolonne oder ein einzelnes Dutzend bei 12/37, was etwa 32,43 % entspricht. Im amerikanischen Roulette (mit Doppelnull) sind es 12/38, also ungefähr 31,58 %.
Welche Strategien können mit Dutzenden und Kolonnen angewendet werden?
Sie können alleinstehend gespielt, mit anderen Wet tingen kombiniert, um die Abdeckung des Tisches zu erhöhen, oder in progressiven Wet tingen wie einer modifizierten Martingale-Strategie eingesetzt werden, um Verluste auszugleichen und Gewinne zu erzielen.